Newsletter 03-26 Herbst
Freuen wir uns auf einen goldenen Herbst
Der goldene Herbst bezeichnet die besonders schöne Herbstphase mit leuchtenden Laubfarben, mildem Wetter und goldenem Licht, die typischerweise im Oktober auftritt.
Haus im Park – ein Pflegeheim mit Ausstrahlung und positiven Rückmeldungen
Positive Zusammenfassung: Wir freuen uns!
Förderverein Haus im Park
Ein interessanter Anlass für die Bevölkerung: Gerontopsychiatrie – wenn die psychische Gesundheit im Alter in den Fokus rückt
Nach dem grossen Erfolg des letztjährigen Herbstanlasses, lädt der Förderverein Haus im Park am Donnerstag, 8. Oktober 2026, 18.30 Uhr, erneut zu einem öffentlichen Informationsabend nach Schönenwerd ein. In diesem Jahr steht das Thema «Gerontopsychiatrie» im Mittelpunkt.
Der erste Herbstanlass des Fördervereins im vergangenen Jahr stiess auf ausserordentlich grosses Interesse. Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher kamen ins Haus im Park, um sich über Demenz und Palliative Care zu informieren. Die zahlreichen Fragen und die rege genutzte Podiumsdiskussion machten deutlich, wie gross das Bedürfnis nach verständlichen Fachinformationen und persönlichem Austausch zu gesundheitlichen Themen im Alter ist.
An diesen erfolgreichen Abend knüpft der Förderverein nun an. Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, von 18:30 bis 20:30 Uhr richtet sich der Blick auf die Gerontopsychiatrie und damit auf die psychische Gesundheit älterer Menschen. Psychische Veränderungen und Erkrankungen im höheren Lebensalter stellen Betroffene, Angehörige und Fachpersonen oftmals vor besondere Herausforderungen. Gleichzeitig bestehen viele Unsicherheiten:
- Wie können Veränderungen wahrgenommen und eingeordnet werden?
- Was hilft im Umgang mit psychischen Belastungen im Alter?
- Und welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Betroffene und ihr Umfeld?
Dr.med. Nathalie Mayor und Dr.med. Moritz Strickler (beide Kantonsspital Olten) werden mit zwei Fachvorträgen Einblick in das Thema geben und Wissen verständlich und praxisnah vermitteln. Im Anschluss kommen die Referierenden im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Publikum ins Gespräch. Dabei besteht ausdrücklich Gelegenheit, eigene Fragen einzubringen.
Der Abend beginnt um 18:30 Uhr, Einlass ist ab 18:00 Uhr. Nach den Vorträgen und der Podiumsdiskussion lädt der Förderverein ab 20:00 Uhr zu einem gemeinsamen Apéro ein.
Mit dem Herbstanlass möchte das Haus im Park seine Rolle als regional verankertes Kompetenzzentrum weiter stärken. Das Gesundheitswissen unserer Institution soll auch den Angehörigen, Interessierten und der Bevölkerung zugänglich gemacht werden.
Informationen vom Verwaltungsrat Haus im Park AG
Komplexe Situation was den Erweiterungsbau anbelangt
Der Verwaltungsrat der «Haus im Park AG» hat die AREA Assets AG (AREA) anfangs Februar 2026 mit der Erstellung des Business Case «Erweiterungsbau Haus im Park AG» beauftragt. Dies nachdem die Pläne für einen Erweiterungsbau zwischen dem heutigen Pflegeheim und der Alterssiedlung wegen diversen Einschränkungen zurückgestellt wurde.
Im Zentrum stand dabei eine Machbarkeitsstudie für einen Erweiterungsbau westlich des heutigen Pflegeheimes. Im Juli wurde AREA vom Verwaltungsrat mit weiteren Abklärungen beauftragt. Dabei standen Fragen von öffentlich-rechtlichen sowie privatrechtlichen Beschränkungen im Vordergrund. Die ernüchternden Resultate der Abklärungen zeigen ein sehr komplexes Bild von Einschränkungen, die ein rasches und zielgerichtetes Umsetzen im Park-Areal in Frage stellt.
Der Verwaltungsrat ist sich dieser Herausforderung bewusst und hat an seiner letzten Sitzung entschieden, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die bis Ende Jahr 2026 Gespräche (auch mit der Einwohnergemeinde Schönenwerd) führen soll. Ohne klare Absprachen und Zugeständnissen ist einerseits die Wirtschaftlichkeit sowie andererseits die heutige Strategieplanung (mit dem Erweiterungsbau) für die Zukunft des Pflegeheims «Haus im Park» in Frage gestellt. Es ist dem VR bewusst: Ohne die Möglichkeit eines Erweiterungsbaus wird man sich strategisch neue Ziele setzen und neu ausrichten müssen.
In der Arbeitsgruppe für die weiteren Gespräche sind die folgenden Personen vom VR bestimmt worden: Chris Duisberg (Firma AREA Assets AG), Markus Hunn, Geschäftsleiter, Matthias Suter, Christian Käser und Felix Hug vom Verwaltungsrat.
Da sich die Planung und Umsetzung eines Erweiterungsbaus verzögert, ist eine weitere Aufschiebung der Strangsanierung (Wasser, Abwasser) im jetzigen Gebäude nicht mehr sinnvoll. Diese Planung soll unabhängig des Erweiterungsbaus mit Priorität weitergeführt werden.
„Der Herbst ist immer unsre beste Zeit.“
Johann Wolfgang von Goethe
Geniessen wir den goldenen Herbst und freuen uns auf interessante Begegnungen und gute Gespräche. Entweder im Haus im Park oder im wunderschönen Park unseres Pflegeheimes!
Herzliche Grüsse
Richard Marty, Präsident Verwaltungsrat
Felix Hug, Präsident Förderverein
Markus Hunn, Leitung Haus im Park
Swenja Nicolò, Leitung Pflege
Erika Busse, Leitung Personal
Ein interessanter und lesenswerter Beitrag unserer Leitung Pflege Swenja Nicolò
Stimmen hören – verstehen, statt vorschnell zu bewerten!
- Wie begleiten wir Menschen, die Stimmen hören?
- Was bedeutet diese Erfahrung für die Betroffenen?
- Und wie können Pflegefachpersonen Sicherheit geben, ohne die individuelle Wahrnehmung eines Menschen vorschnell zu pathologisieren oder ihr zu widersprechen?
Diesen Fragen widmete sich ein Fachvortrag im Rahmen der Strategie «Pflege im Haus im Park».
Dafür durften wir Prof. Dr. Christian Burr bei uns begrüssen, einen ausgewiesenen Experten für psychiatrische Pflege, Recovery und insbesondere für die Beratung und Unterstützung von Menschen, die Stimmen hören. Gerade für die Langzeitpflege ist dieses Wissen hochrelevant.
Unsere Bewohner* innen werden älter, ihre Versorgungssituationen aber auch komplexer. Psychiatrische Erkrankungen, Demenz biografische Belastungen, Suchterkrankungen und somatische Multimorbidität begegnen uns zunehmend gleichzeitig. Damit steigen auch die Anforderungen an die fachliche Einschätzung und Handlungssicherheit unserer Mitarbeitenden.
Stimmenhören bedeutet dabei nicht automatisch, dass wir die Erfahrung möglichst schnell ,,beseitigen“ müssen. Entscheidend ist zunächst zu verstehen:
- Wie erlebt der Mensch selbst seine Stimmen?
- Sind sie belastend?
- Welche Bedeutung haben sie?
- Was hilft im Umgang damit?
Genau hier sind Recovery-orientierte Ansätze besonders wertvoll: nicht nur das Symptom steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch, seine Erfahrung, seine Ressourcen und sein individueller Umgang damit.
Für unsere Strategie Pflege 2026-2027 sind solche Fachinputs deshalb weit mehr als klassische Fortbildungen. Wir möchten psychiatrisches Fachwissen systematisch in der Langzeitpflege verankern, Unsicherheiten reduzieren und unsere Mitarbeitenden darin stärken, auch in komplexen Situationen professionell und personenzentriert handeln zu können.
Denn gute gerontopsychiatrische Versorgung beginnt für mich nicht erst dann, wenn eine psychiatrische Klinik benötigt wird. Sie beginnt dort, wo Menschen leben und wo Pflege ihnen täglich begegnet.
Herzlichen Dank an Prof. Dr. Christian Burr für den spannenden Fachinput die wissenschaftlichen Perspektiven und den praxisnahen Austausch mit unserem Team. Und vielen Dank an unsere Mitarbeitenden für die Offenheit, sich auch mit herausfordernden Themen auseinanderzusetzen und gemeinsam die Pflege weiterzuentwickeln.

